Konzept

Auszüge aus dem pädagogischen Konzept

Bildung ist Selbstbildung und braucht einen Rahmen, der dem Individuum Rechnung trägt. Der offene Kindergarten ist der ideale Möglichkeitsraum, in dem Kinder mit ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechend handeln können. Sie erleben die nötige Freiheit, um sich selbst auszuprobieren und um sehr vielschichtige Beziehungen einzugehen. Kinder werden angeregt, Erfahrungen entsprechend ihren Interessen, Stärken und Denkstrukturen zu machen. Dabei erleben Kinder, wie die Umwelt auf sie wirkt und sie selbst auf ihre Umwelt wirksam sind. Dieses geschieht in einer herausfordernden Umgebung, drinnen und draußen, durch Angebote und Projekte und durch Gemeinschaft und Zusammenleben. Kinder wollen, können, dürfen und sollen sich frei entscheiden, was sie spielen, wo sie spielen, mit wem sie spielen und wie lange sie spielen.

(inhaltliche Hilfen aus Fortbildungsmaterialien zur „offenen“ Arbeit von Uwe Santjer)

Die Bedeutung des kindlichen Spiels

Spiel ist die wichtigste Lebensäußerung des Kindes. Es fördert Selbstbestimmung und Selbständigkeit. Friedrich Fröbel

Wo freies Spielen für Kinder möglich ist, wird Lernen lebendig. Dem Spieldrang Raum und Freiheit geben, ist Grundlage für bedeutsames Lernen. Hier entfalten sich komplexe Lernprozesse, bei denen die Kinder sich in unterschiedliche Rollen begeben, in denen sie kommunizieren, ihre Fähigkeiten testen und weiterentwickeln. So schaffen sie sich eine eigene Bildungs-, Lern- und Lebenskultur, die einen ersten Ablösungsprozess von der Erwachsenenwelt darstellt. Der Freiraum zum Spielen bedeutet für das Kind freie Wahl-und Entscheidungsmöglichkeit darüber zu haben mit wem, wann, was und wie lange es etwas spielt.

Das Spiel des Kindes ist die Brücke zur Wirklichkeit“

Bruno Bettelheim

Aus diesem Wissen folgert der Schluss:

Was Spiel ist und sein kann wird vom Kind bestimmt“

Kinder probieren ihre Möglichkeiten ständig aus. Sie gestalten Beziehungen und experimentieren mit verschiedenen Materialien, die sie täglich neu testen und kennenlernen. Mit jedem Ausprobieren und allen vergewissernden Wiederholungen lernen Kinder mit allen Sinnen die Lebenswirklichkeit kennen. Die Funktionsräume verstehen wir als Lebensräume für unterschiedliche Bildungsprozesse jedes Kindes. In allen Räumen können die Kinder über Dauer, Spielpartner und Spielform selbst bestimmen.

Seit Dezember 2013 leben wir das bei uns im Regenbogenhaus. Durch das entstandene Raumkonzept können und sollen Kinder ihrem Wissensdrang und ihrer Entdeckerfreude je nach ihrem Entwicklungsstand